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Kontrolle auf dem Weihnachtsmarkt - Grill- und Bratstand
Foto: von einer KI erstellt

Der Bratwurst- und Grillstand gehört zu den umsatzstärksten Bereichen des Weihnachtsmarkts – und zugleich zu den hygienisch anspruchsvollsten. Offene Lebensmittel, hohe Temperaturen, rohes Fleisch und große Besucherströme machen eine sorgfältige Kontrolle unverzichtbar.

Hygiene allgemein

  • Bauliche Anforderungen erfüllt: Arbeitsflächen glatt, dicht, leicht zu reinigen; Spritzbereiche fettbeständig.

  • Saubere Grill- und Bratflächen: Kein übermäßiger Kohlenstoffbelag, regelmäßige Grundreinigung.

  • Getrennte Arbeitsbereiche: Rohfleisch strikt getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln.

  • Handwaschbecken vorhanden: Mit warmem Wasser, Seife, Einmalhandtüchern.

  • Saubere Arbeitskleidung: Täglicher Wechsel, keine privaten Jacken über der Schürze.

  • Keine Tiere in der Nähe: Hund an der Theke = hygienisches Risiko.


Die Produkte im Fokus

Bratwurst & Grillgut

Hygiene

  • Getrennte Schneidebretter für roh und gegart.

  • Keine ungekühlten Vorräte unter der Theke.

  • Zangen für Rohfleisch und gegarte Ware sauber getrennt.

Produktsicherheit

  • Kern­temperaturen einhalten (z. B. Schwein 70 °C).

  • Kühlkette beachten

  • Warmhalten nur kurzfristig und über 60 °C.

Täuschung

  • „Bratwurst vom Metzger“ → Herkunft muss belegbar sein.

  • Keine Eigenbezeichnungen, die nicht der Zusammensetzung entsprechen.

Kennzeichnung beachten

  • Allergene bei Gewürzmischungen, Marinaden oder Zusatzstoffen deklarieren.


Steaks, Spieße & Schaschlik

Hygiene

  • Marinaden getrennt und sauber gelagert.

  • Keine Wiederverwendung von angetauter Ware.

Produktsicherheit

  • Durchgaren, besonders bei Geflügel.

  • Kein Tropfwasser von Rohware auf fertige Speisen.

Täuschung

  • „Frisch“ nur, wenn nicht aufgetaut.

  • Herkunftsangaben müssen zutreffen.

Kennzeichnung beachten

  • Zutatenlisten bei vorgewürzten oder vorgefertigten Produkten prüfen.


Pommes & Frittierwaren

Hygiene

  • Saubere Fettwanne, keine schwarzen Partikel.

  • Ölausdünstungen vermeiden → regelmäßiger Fettwechsel.

  • regelmäßige Kontrolle des TPM (Total Polar Materials) – dienst der Qualitätsbestimmung des Frittierfettes. Bei Werten über 24 gilt das Frittierfett als verdorben.

Produktsicherheit

  • Temperatur stabil zwischen 160–175 °C.

  • Keine Kreuzkontamination mit Fleischsaft oder Marinaden.

Täuschung

  • „Hausgemacht“ nur, wenn selbst vor Ort oder in einer eigenen Zubereitungsküche hergestellt.

  • „Frisch“ ≠ aus Tiefkühlware.

Kennzeichnung beachten

  • Zusatzstoffe in Pommes-Salzen oder Gewürzmischungen identifizieren.


Brot, Brötchen & Beilagen

Hygiene

  • Brot nicht offen unter der Theke lagern.

  • Schneiden nur auf sauberen Flächen.

Produktsicherheit

  • Kein Kontakt zu Rohfleisch.

  • Senf, Ketchup & Co. frisch halten. Auf die Sauberkeit der Gefäße achten.

Kennzeichnung beachten

  • Allergene: Gluten, Sesam, Senf → gut sichtbar ausweisen.

 

➡️ Hier gibt’s die Checkliste für Verkaufsstände


Hinweis: Die aufgeführten Punkte sind Beispielhaft.