BfR hat neun weitere „Cooling Agents“ bewertet
- Kühlstoffe werden den Liquids von E-Zigaretten beigemischt, um ein kühlendes und erfrischendes Mund- und Rachengefühl und damit ein angenehmes Dampfempfinden zu erzeugen.
- Obwohl kaum Daten zur gesundheitlichen Wirkung von Kühlstoffen in E-Zigaretten und Nachfüllflüssigkeiten öffentlich vorliegen, werden diverse chemische Substanzen eingesetzt. Viele Kühlstoffe sind geruchlos und geschmacksneutral. Andere wie Menthol oder Eukalyptol werden mit einem charakteristischen Geruch und Geschmack verbunden.
- Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat weitere neun Kühlstoffe, u. a. Menthol, Menthylacetat und Eucalyptol, auf ihre gesundheitliche Auswirkung bewertet. Damit setzt das BfRseine Bewertung von Kühlstoffen in E-Zigaretten fort.
- Bei mittlerem und hohem E-Zigarettenkonsum ist bei den meisten vom BfR bewerteten Kühlstoffen unter Heranziehung von oralen Studiendaten ein langfristiges Gesundheitsrisiko möglich – allen gemein ist, dass sie u.a. die Leber und Nieren nachhaltig schädigen können. Das BfR rät von der Verwendung dieser Kühlstoffe in E-Liquids ab, da die toxikologischen Sicherheitsabstände (Margin of Exposure, MOE) bei den meisten Stoffen bereits bei mittleren Konsum unterschritten werden.
- Da kaum Daten zur gesundheitlichen Wirkungen der Substanzen bei Aufnahme über die Atmung vorliegen, nutzt das BfR Daten aus veröffentlichten Studien zur oralen Aufnahme der Stoffe an Tieren (z. B. Ratten oder Mäusen). Für einige Kühlstoffe, für die keine Daten verfügbar waren, wurden Studiendaten von strukturähnlichen Stoffen verwendet. Dabei wurden Daten ähnlicher Substanzen herangezogen.
- Inwieweit hierdurch das Risiko der Aufnahme von Kühlstoffen über E-Zigaretten möglicherweise unter- oder überschätzt wurde, ist nicht zu sagen. Das BfR sieht daher dringenden Forschungsbedarf, wenn Kühlstoffe weiterhin genutzt werden.

