Wer Lebensmittelkontrolleur werden möchte, entscheidet sich für eine verantwortungsvolle Tätigkeit im gesundheitlichen Verbraucherschutz. Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure arbeiten in der amtlichen Lebensmittelüberwachung und kontrollieren unter anderem die Einhaltung lebensmittelrechtlicher und hygienischer Anforderungen.
Doch welche Voraussetzungen muss man erfüllen? Wie läuft die Weiterbildung ab? Wie lange dauert die Qualifizierung und wo kann man sich bewerben?
Hier finden Interessierte einen Überblick über den Weg in den Beruf.
Wie wird man Lebensmittelkontrolleur?
Der Weg zum Lebensmittelkontrolleur unterscheidet sich von vielen klassischen Ausbildungsberufen. Die Qualifizierung erfolgt auf Grundlage der Lebensmittelkontrolleur-Verordnung (LKonV) und der jeweiligen Regelungen der Bundesländer.
Die Einstellung und Qualifizierung erfolgt in der Regel über die zuständigen Behörden der amtlichen Lebensmittelüberwachung.
Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte deshalb insbesondere nach Stellenausschreibungen bei Landkreisen, kreisfreien Städten und den jeweils zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden suchen.
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Welche Voraussetzungen braucht man als Lebensmittelkontrolleur?
Die Lebensmittelkontrolleur-Verordnung legt die fachlichen Anforderungen für die Tätigkeit fest.
Eine wichtige Zugangsmöglichkeit besteht für Personen, die bereits über eine entsprechende berufliche Qualifikation im Lebensmittelbereich verfügen und eine Fortbildungsprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung beziehungsweise eine staatliche Technikerprüfung in einem Lebensmittelberuf erfolgreich abgeschlossen haben.
Darüber hinaus sieht die Lebensmittelkontrolleur-Verordnung weitere Möglichkeiten zur Gleichstellung bestimmter beruflicher Qualifikationen vor.
Dazu können unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise Personen aus dem Polizeivollzugsdienst, Beschäftigte aus der allgemeinen Verwaltung mit entsprechender Tätigkeit in der amtlichen Lebensmittelüberwachung oder Absolventinnen und Absolventen geeigneter Fachhochschulausbildungen gehören.
Welche Voraussetzungen im konkreten Bewerbungsverfahren gelten, sollte immer mit der zuständigen Behörde beziehungsweise anhand der jeweiligen Stellenausschreibung geprüft werden.
Weiterbildung zum Lebensmittelkontrolleur
Nach Erfüllung der Zugangsvoraussetzungen erfolgt die Qualifizierung im Rahmen eines Lehrgangs.
Der Lehrgang zum Lebensmittelkontrolleur beziehungsweise zur Lebensmittelkontrolleurin dauert grundsätzlich mindestens 24 Monate.
Er verbindet theoretischen Unterricht mit einer umfangreichen praktischen Qualifizierung.
Der theoretische Unterricht umfasst mindestens sechs Monate. Hinzu kommen geregelte praktische Unterweisungen und Praktika in den für die Untersuchung und Beurteilung relevanten Einrichtungen und Behörden.
Bei überdurchschnittlichen Leistungen kann die Lehrgangsdauer nach den gesetzlichen Vorgaben um bis zu sechs Monate verkürzt werden.
Was lernt man in der Weiterbildung zum Lebensmittelkontrolleur?
Die Tätigkeit in der amtlichen Lebensmittelüberwachung erfordert Kenntnisse aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten.
Während der Qualifizierung werden deshalb unter anderem Kenntnisse und Fähigkeiten aus folgenden Bereichen vermittelt:
- Lebensmittelrecht
- allgemeines Verwaltungsrecht
- Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht
- Lebensmittel- und Betriebshygiene
- Warenkunde und Lebensmitteltechnologie
- Mikrobiologie und Parasitologie
- Ernährungslehre
- betriebliche Eigenkontrollsysteme
- Probenahme und Überwachung
- Kommunikation und Konfliktlösung
Damit verbindet die Weiterbildung rechtliche, naturwissenschaftliche und praktische Inhalte.
Der Lehrgang schließt mit einer Prüfung ab, in der die für die Überwachung erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten nachgewiesen werden.
Wo findet die Weiterbildung zum Lebensmittelkontrolleur statt?
Die theoretischen Lehrgangsabschnitte werden an entsprechenden Aus- und Weiterbildungseinrichtungen durchgeführt.
Die praktische Qualifizierung erfolgt insbesondere bei den zuständigen Behörden der amtlichen Lebensmittelüberwachung sowie im Rahmen vorgesehener Praktika.
Da die Bundesländer nähere Regelungen über Lehrgang und Prüfung treffen können, können sich Organisation und Ablauf regional unterscheiden.
Informationen zu Ausbildungsstätten und weiterführenden Angeboten finden Sie beim Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e. V.
👉 [Informationen zur Ausbildung und zum Berufsbild Lebensmittelkontrolleur/in]
Wo kann ich mich als Lebensmittelkontrolleur bewerben?
Wer Lebensmittelkontrolleur werden möchte, sollte sich direkt bei den zuständigen Behörden informieren.
Je nach Verwaltungsstruktur des jeweiligen Bundeslandes können Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure beispielsweise bei Landkreisen, kreisfreien Städten oder anderen für die amtliche Lebensmittelüberwachung zuständigen Behörden beschäftigt sein.
Der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e. V. ist Berufsverband und selbst keine Einstellungsbehörde.
Interessierte sollten deshalb insbesondere die Stellenausschreibungen der zuständigen kommunalen und staatlichen Behörden beachten.
Was macht ein Lebensmittelkontrolleur nach der Weiterbildung?
Nach erfolgreicher Qualifizierung übernehmen Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure vielfältige Aufgaben innerhalb der amtlichen Lebensmittelüberwachung.
Dazu gehören insbesondere Betriebskontrollen, die Überprüfung hygienischer Anforderungen, die Kontrolle betrieblicher Eigenkontrollsysteme, amtliche Probenahmen sowie die Feststellung und Verfolgung lebensmittelrechtlicher Verstöße.
Auch die Überprüfung von Kennzeichnung und Verbraucherinformationen sowie die Bearbeitung von Beschwerden können zum Berufsalltag gehören.
Damit arbeiten Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure unmittelbar für einen wirksamen gesundheitlichen Verbraucherschutz.
👉 Einen ausführlichen Einblick in Aufgaben, Tätigkeitsbereiche und Berufsalltag erhalten Sie unter [Berufsbild Lebensmittelkontrolleur/in].
Lebensmittelkontrolleur – Beruf mit Verantwortung und Perspektive
Lebensmittel werden produziert, verarbeitet, transportiert, online gehandelt und in unterschiedlichsten Betrieben an Verbraucherinnen und Verbraucher abgegeben.
Eine leistungsfähige amtliche Lebensmittelüberwachung braucht deshalb gut ausgebildete Fachkräfte.
Der Beruf des Lebensmittelkontrolleurs verbindet Lebensmittelwissen, Hygiene, Recht, Kommunikation und praktische Kontrolltätigkeit. Gleichzeitig übernehmen Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure Verantwortung für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz.
Wer bereits über eine geeignete berufliche Qualifikation verfügt und eine abwechslungsreiche Tätigkeit zwischen Außendienst, Verwaltung und Lebensmittelpraxis sucht, findet hier ein vielseitiges Berufsfeld.
Mehr über den Beruf Lebensmittelkontrolleur erfahren
Der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e. V. (BVLK) vertritt die beruflichen Interessen der Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure in Deutschland.
Auf unserer zentralen Berufsbildseite erfahren Sie mehr über Aufgaben, Ausbildung, Tätigkeitsfelder, Vergütung und den Berufsalltag in der amtlichen Lebensmittelüberwachung.
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