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Wer sich für eine Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur interessiert, findet häufig unterschiedliche Bezeichnungen wie Ausbildung, Weiterbildung, Qualifizierung oder Lehrgang. Tatsächlich handelt es sich beim Weg in den Lebensmittelkontrolldienst nicht um eine klassische duale Berufsausbildung.

Die Qualifizierung zum Lebensmittelkontrolleur beziehungsweise zur Lebensmittelkontrolleurin baut grundsätzlich auf einer geeigneten beruflichen Vorbildung auf und verbindet theoretischen Unterricht mit einer umfangreichen praktischen Ausbildung.

Hier erfahren Sie, wie die Lebensmittelkontrolleur-Ausbildung aufgebaut ist, wie lange sie dauert und welche Inhalte vermittelt werden.

Wie läuft die Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur ab?

Die Qualifizierung erfolgt auf Grundlage der Lebensmittelkontrolleur-Verordnung sowie der ergänzenden Regelungen der Bundesländer.

Der Lehrgang besteht aus theoretischen und praktischen Ausbildungsabschnitten. Dadurch lernen angehende Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure nicht nur die rechtlichen Grundlagen kennen, sondern wenden ihr Wissen unmittelbar in der amtlichen Lebensmittelüberwachung an.

Wer zunächst wissen möchte, welche beruflichen Voraussetzungen für den Einstieg erforderlich sind, findet weitere Informationen unter [Lebensmittelkontrolleur werden – Voraussetzungen und Berufseinstieg].

Wie lange dauert die Ausbildung zum Lebensmittelkontrolleur?

Der Lehrgang dauert grundsätzlich mindestens 24 Monate.

Davon entfallen mindestens sechs Monate auf theoretischen Unterricht. Einen wesentlichen Teil der Qualifizierung bildet darüber hinaus die praktische Ausbildung.

Bei überdurchschnittlichen Leistungen kann die Lehrgangsdauer entsprechend den gesetzlichen Voraussetzungen um bis zu sechs Monate verkürzt werden.

Die konkrete Organisation der Weiterbildung kann sich aufgrund ergänzender Regelungen der Bundesländer unterscheiden.

Theorie und Praxis in der Lebensmittelkontrolleur-Ausbildung

Die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Anwendung ist ein wichtiger Bestandteil der Qualifizierung.

Während der praktischen Ausbildungsabschnitte lernen angehende Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure die Arbeit der amtlichen Lebensmittelüberwachung kennen.

Dazu gehören beispielsweise die Vorbereitung und Durchführung von Betriebskontrollen, die Beurteilung hygienischer Bedingungen, die Kontrolle betrieblicher Eigenkontrollsysteme, die Durchführung amtlicher Probenahmen sowie die Dokumentation von Kontrollergebnissen.

Die praktische Tätigkeit bereitet damit unmittelbar auf den späteren Berufsalltag vor.

Mehr über die spätere Tätigkeit erfahren Sie auf unserer zentralen Seite zum [Berufsbild Lebensmittelkontrolleur/in].

Welche Inhalte werden in der Weiterbildung vermittelt?

Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure benötigen Kenntnisse aus verschiedenen Fachbereichen.

Zu den wichtigen Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:

  • Lebensmittelrecht
  • allgemeines Verwaltungsrecht
  • Ordnungswidrigkeiten- und Strafrecht
  • Lebensmittelhygiene
  • Mikrobiologie und Parasitologie
  • Lebensmitteltechnologie
  • Warenkunde
  • Ernährungslehre
  • betriebliche Eigenkontrollsysteme und HACCP
  • amtliche Probenahme
  • Kontroll- und Überwachungsmethoden
  • Dokumentation von Kontrollergebnissen
  • Kommunikation und Konfliktmanagement

Die Ausbildung verbindet damit rechtliche, naturwissenschaftliche und praktische Kompetenzen.

Praktische Ausbildung in der Lebensmittelüberwachung

Ein großer Teil der Qualifizierung findet in der Praxis statt.

Angehende Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure begleiten erfahrene Fachkräfte bei amtlichen Kontrollen und lernen unterschiedliche Betriebsarten kennen.

Das Spektrum reicht von Gastronomie und Einzelhandel über handwerkliche Lebensmittelbetriebe bis hin zu Herstellern und anderen Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft.

Dabei lernen die Teilnehmer, Risiken zu erkennen, Sachverhalte fachlich zu beurteilen und die Einhaltung lebensmittelrechtlicher Anforderungen zu überprüfen.

Prüfung zum Lebensmittelkontrolleur

Die Qualifizierung schließt mit einer Prüfung ab.

Dabei müssen die angehenden Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure nachweisen, dass sie über die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, um Aufgaben der amtlichen Lebensmittelüberwachung wahrnehmen zu können.

Die Bundesländer können nähere Regelungen über Lehrgang und Prüfung treffen. Deshalb können sich Prüfungsablauf und organisatorische Einzelheiten regional unterscheiden.

Wo findet die Lebensmittelkontrolleur-Ausbildung statt?

Die theoretischen Ausbildungsabschnitte werden an den hierfür vorgesehenen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen durchgeführt.

Die praktische Qualifizierung findet insbesondere bei den zuständigen Behörden der amtlichen Lebensmittelüberwachung sowie in weiteren vorgesehenen Einrichtungen statt.

Da Organisation und Zuständigkeiten zwischen den Bundesländern variieren können, sollten Interessierte die jeweiligen landesspezifischen Regelungen beachten.

Ist Lebensmittelkontrolleur ein Ausbildungsberuf?

Der Lebensmittelkontrolleur ist kein klassischer dualer Ausbildungsberuf, den man unmittelbar nach dem Schulabschluss wie beispielsweise einen anerkannten Ausbildungsberuf beginnen kann.

Für den Zugang zur Qualifizierung werden grundsätzlich entsprechende berufliche Voraussetzungen verlangt.

Wer Lebensmittelkontrolleur werden möchte, sollte deshalb zunächst prüfen, ob die eigene berufliche Qualifikation die erforderlichen Zugangsvoraussetzungen erfüllt.

Ausführliche Informationen hierzu finden Sie unter [Lebensmittelkontrolleur werden – Voraussetzungen und Berufseinstieg].

Nach der Ausbildung: Arbeiten als Lebensmittelkontrolleur

Nach erfolgreicher Qualifizierung können Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure Aufgaben innerhalb der amtlichen Lebensmittelüberwachung übernehmen.

Der Berufsalltag verbindet Außendienst und Verwaltung. Lebensmittelbetriebe werden kontrolliert, Proben entnommen, Kontrollergebnisse dokumentiert und lebensmittelrechtliche Sachverhalte beurteilt.

Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelsicherheit und zum gesundheitlichen Verbraucherschutz.

Berufsbild Lebensmittelkontrolleur entdecken

Sie möchten wissen, welche Aufgaben Lebensmittelkontrolleurinnen und Lebensmittelkontrolleure übernehmen, wo sie arbeiten und welche Perspektiven der Beruf bietet?

Der Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e. V. (BVLK) informiert umfassend über den Beruf und die Tätigkeit in der amtlichen Lebensmittelüberwachung.

[Mehr erfahren: Berufsbild Lebensmittelkontrolleur/in]

 

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Aktuelle Lebensmittelwarnung

Aktuelle Lebensmittelwarnungen

Hier finden Sie aktuelle Warnmeldungen zu Lebensmitteln, die aus Gründen der Gesundheitsgefährdung aus dem Handel bzw. beim Verbraucher zurückgerufen werden.

Alternativ können Sie auch die neuentwickelte App für mobile Endgerät nutzen. Über aktuelle Lebensmittelwarnung können Sie sich dann per Push-Benachrichtigung informieren lassen. Die App finden Sie hier:

Google Play Store:
https://play.google.com/store/apps/details?id=de.bund.bvl.lmwapp

Apple App Store:
https://apps.apple.com/app/lebensmittelwarnung-de/id6453756233