Aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung stehen am 2. Dezember 2026 beim 18. Marburger Workshop zum Lebensmittelrecht im Mittelpunkt. Die Forschungsstelle für Lebens- und Futtermittelrecht der Philipps-Universität Marburg lädt auch in diesem Jahr Fachleute aus Praxis, Wissenschaft, Wirtschaft und Behörden zum fachlichen Austausch ein. Die Veranstaltung wird hybrid durchgeführt.
Neues aus Gesetzgebung und Rechtsprechung
Der eintägige Workshop widmet sich insbesondere aktuellen Fragen des Lebensmittelinformations- und Kennzeichnungsrechts. Dabei werden neue regulatorische Entwicklungen ebenso aufgegriffen wie aktuelle Rechtsprechung und Fragestellungen, die sich durch neue Markttrends und Entwicklungen auf europäischer Ebene ergeben.
Das Programm 2026 deckt dabei ein breites Spektrum aktueller Themen ab.
Den Auftakt macht Dr. Danja Domeier mit dem Themenkomplex „Lebensmittelinformation im digitalen Zeitalter“. Behandelt werden aktuelle Entwicklungen bei der Lebensmittelinformation, neue Beschlüsse von ALS und ALTS sowie Fragen der digitalen Vertrauenswerbung – darunter insbesondere Influencer-Werbung und die Zurechnung von Kundenstimmen auf Unternehmenswebsites.
Prof. Dr. Stefanie Hartwig beschäftigt sich anschließend mit aktuellen Urteilen zur Kennzeichnung und Bewerbung von Lebensmitteln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kennzeichnung veganer und vegetarischer Ersatzprodukte und der Frage, welche Auswirkungen die Einführung eines Bezeichnungsschutzes für Fleischerzeugnisse haben kann.
Am Nachmittag stehen mit Dr. Astrid Hüttebräuker aktuelle Urteile und gesetzgeberische Entwicklungen rund um Health Claims und Green Claims auf dem Programm. Weitere Themen sind Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe, die Abgrenzung von Lebensmitteln zu Arzneimitteln sowie Botanicals.
Zum Abschluss beleuchtet Prof. Dr. Markus Grube aktuelle Entwicklungen und Rechtsprechung zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs einschließlich entsprechender ALTS-Beschlüsse. Darüber hinaus geht es um Lebensmittelsicherheit und amtliche Überwachung, geografische Angaben sowie das Eich- und Preisangabenrecht.
Fachlicher Austausch ausdrücklich erwünscht
Ein besonderes Merkmal des Marburger Workshops ist die bewusst begrenzte Teilnehmerzahl. Damit soll ausreichend Raum für die Fachdiskussion und den Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden erhalten bleiben. Gerade das Zusammentreffen von Fachleuten mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und Erfahrungen ist Bestandteil des Veranstaltungskonzepts.
Für Beschäftigte der amtlichen Lebensmittelüberwachung bietet das Programm zahlreiche unmittelbar praxisrelevante Anknüpfungspunkte – von Kennzeichnungs- und Werbefragen über aktuelle ALS- und ALTS-Beschlüsse bis hin zu Lebensmittelsicherheit und amtlicher Überwachung.
Veranstaltung auf einen Blick
📅 Termin: 2. Dezember 2026
💻 Format: Hybrid-Veranstaltung
⚖️ Thema: Neues aus Gesetzgebung und Rechtsprechung
🏛️ Veranstalter: Forschungsstelle für Lebens- und Futtermittelrecht der Philipps-Universität Marburg
Die Teilnahmegebühr für den Workshop beträgt regulär 470 Euro zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer. Für Behördenvertreterinnen und -vertreter werden 270 Euro zzgl. MwSt., für Behördenvertreterinnen und -vertreter aus Hessen 120 Euro zzgl. MwSt. berechnet. Weitere vergünstigte Tarife bestehen unter anderem für Mitglieder des Fördervereins sowie Studierende, Referendarinnen und Referendare und Promovierende.
Die Veranstaltungsunterlagen werden angemeldeten Teilnehmenden kurz vor dem Workshop digital zur Verfügung gestellt. Ergänzend erhalten sie eine Gesetzestextsammlung sowie die relevanten Rechtsprechungen.
👉 Weitere Informationen, Programm und Anmeldung:
18. Marburger Workshop zum Lebensmittelrecht – Philipps-Universität Marburg

